Im Moment scheinen die traurigen Nachrichten einfach nicht abzureißen. Am 24. Juni 2026 verstarb Harald Nölling nach einem am Vortag erlittenen E-Bike Unfall im Alter von 67 Jahren. Der selbständige Fahrzeuglackierer aus Bad Berleburg im Sauer-Siegerland sorgte bei mehr als einem KW Berg-Cup Auto für glänzende Außenhaut.WhatsApp Image 2026-07-02 at 07.20.21.jpeg

 

1980 startete Harald selbst aktiv im Motorsport durch, begann mit Nationalen und Internationalen Slaloms, ab 1999 entdeckte er den Berg für sich. 2003 fuhr er auf einer Opel Kadett C Limousine auf Platz drei in der KW 8V-Trophy der damaligen Division II. Später, ab Iberg 2006, wurde ein C-Coupé mit bärenstarkem, bis 10.200 Touren drehenden Gerent 16V-Motor und sequenziellem Drenth 6-Gang-Getriebe sein Arbeitsgerät. Neunmal pilotierte er dieses bis Ende 2007 unter die Top Ten der 2-Liter Klasse, sicherte sich seinen größten Einzelerfolg 2007 am Kyffhäuser als Klassenzweiter und Achter der Tourenwagenwertung. 2006 und 2007 gelang ihm jeweils Platz 12 in der KW Berg-Cup Division II. Harald Nölling wird uns als starker Fahrer, fairer Motorsportler und hilfsbereiter Kamerad immer positiv im Gedächtnis bleiben.

Die Trauerfeier mit anschließender Beisetzung findet am Freitag, den 10. Juli 2026, um 13:00 Uhr in der Friedhofskapelle Bad Berleburg statt.   

Lediglich zwei Tage später verstarb völlig überraschend Josef „Joe“ Nardin mit nur 58 Jahren. Der Lkw-Fahrer aus Andelsbuch im österreichischen Bregenzer Wald prägte mit seinem schwarzen 2-Liter VW Golf 1 GTI viele Jahre lang die KW 8V-Trophy der Division II nachhaltig und eindrucksvoll. Schon 2002 – ein Jahr bevor die KW 8V-Trophy offiziell ausgeschrieben wurde – war er im KW Berg-Cup bester Teilnehmer mit einem 8-Ventil Motor.WhatsApp Image 2026-07-02 at 16.32.50.jpeg

 

Danach gewann er die KW 8V-Trophy der Division II im etwa 230 PS starken Renner dreimal. 2003, 2005 und 2006 war Joe die Nummer eins der roten Startnummern. 2004 pausierte er, zudem kündigte er frühzeitig an, dass er mit 40 den Helm an den Nagel hängen wird. Was er genauso konsequent durchzog wie seine rasanten Bergfahrten. Verabschiedet vom aktiven Sport hat er sich standesgemäß: Ende 2007, als KW 8V-Trophy Vizemeister der Division II. Fast ausnahmslos gehörte er von 2005 bis 2007 zu den Top Ten seiner Klasse, davon sechsmal zu deren besten Fünf. Zweimal führten ihn seine Gipfelsprints aufs Podium. 2005 war er in Nommern Klassengewinner und Sieger der Gruppe H. Noch eindrucksvoller liest sich seine KW 8V-Trophy Vita der drei gerade erwähnten Jahre: Darin sind verzeichnet 28 Podestplätze, die elf Siege beinhalten. Joe Nardin war ein Vollblut-Racer im besten Sinne, der seinen geliebten Sport seriös, mit Leidenschaft und Herzblut ausübte. An ihn, seinen schwarzen Golf und seine rasanten Rennläufe werden wir uns immer gerne erinnern.WhatsApp Image 2026-07-02 at 16.33.34.jpeg

Unser tiefempfundenes Beileid gilt den Familien und Freunden von Harald Nölling und Joe Nardin. Wir wünschen ihnen die Kraft und Stärke, die sie jetzt benötigen.

Uli Kohl, 03.07.2026